cc-startDer CCleaner des britischen Unternehmens Piriform gehört zur Gruppe der Systembereiniger bzw. Systemoptimierer.
Das Programm überprüft einen PC auf Probleme, welche die Geschwindigkeit reduzieren, und behebt sie anschließend – Datenreste von längst deinstallierter Software werden ebenso entfernt wie unnötige Einträge in der Registrierungsdatei. Auch die temporären Verzeichnisse von Webbrowsern wie Firefox oder dem Internet Explorer, in denen sich über die Zeit immer mehr unnötiger Datenmüll anhäuft, werden berücksichtigt.
CCleaner Download v.4.19

Viel Licht, wenig Schatten: Die Vor- und Nachteile des CCleaners im Vergleich

Kaum eine Software, die von Menschen geschrieben wurde, ist perfekt. Der CCleaner scheint aber zumindest ziemlich nahe heranzukommen. Allein die Tatsache, dass er mittlerweile über eine Milliarde mal heruntergeladen wurde, spricht eine eindeutige Sprache: Statistisch befindet sich damit auf jedem vierten Rechner weltweit eine CCleaner-Installation!

Ganz objektiv spricht für den CCleaner die recht hohe Geschwindigkeit, mit der er seine Arbeit verrichtet. Beim ersten Start kann es noch etwas länger dauern, doch bei jedem weiteren Durchlauf geht es immer zügiger – Datenmüll, der bereits seit langer Zeit den Rechner ausbremst, wird nachhaltig und dauerhaft entfernt.
Dabei geht der gratis CCleaner allerdings nicht vollkommen radikal vor; wichtige Systemdateien werden nicht angetastet, und eine Bereinigung der sensiblen Registry-Datei geschieht ebenfalls sehr behutsam (ggf. erst, nachdem ein Backup erstellt wurde).
Bei all seiner Leistung ist der CCleaner dabei stets einfach zu bedienen und gibt durch Rückmeldungen bekannt, was er überhaupt macht – eine durchaus transparente Angelegenheit.

Der einzige wirkliche Kritikpunkt hängt damit zusammen, dass der CCleaner als kostenloser Download angeboten wird. Denn Piriform hat als Unternehmen natürlich Entwicklungskosten, beschäftigt viele Angestellte und muss letztendlich Gewinne erwirtschaften, um bestehen zu können. Daher ist das Programm zwar durchweg gratis nutzbar, möchte jedoch bei der Installation zusätzliche Software installieren – quasi als „Werbedreingabe“, für die Piriform von anderen Unternehmen Geld erhält. Welche Software genau, steht dabei nicht immer fest: Mal ist es der durchaus gute Chrome-Browser von Google, mal eine Toolbar für den Browser, die ein zusätzliches Suchfenster mit Werbung verknüpft.
Allerdings lässt sich der Erhalt dieser Dreingaben leicht verhindern, indem während der Installation von CCleaner zu gegebener Zeit ein entsprechendes Häkchen gesetzt bzw. entfernt wird.

 

Mögliche Alternativen

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe ähnlich arbeitender Systembereiniger, die teilweise auch wie der CCleaner als gratis Download verfügbar sind.
Zu nennen wären hier etwa das Advanced System Care in der Free-Edition, das sich auffällig eng an der Gestaltung und dem Funktionsumfang des CCleaners orientiert – was aber in Ordnung geht, da es ähnlich zuverlässig arbeitet. Allerdings wird hier bei der Installation versucht, dem Besucher jede Menge Adware unterzujubeln – auch die Entwickler dieses Tools müssen Geld verdienen…

Gänzlich ohne Werbung und für Privatanwender ebenfalls kostenlos kommen die Glary Utilities daher. Ihr Funktionsumfang deckt sich in weiten Teilen ebenfalls mit dem CCleaner (lediglich in einigen Detailbereichen gibt es kleinere Abstriche). Damit soll wenigstens ein kleiner Anreiz geschaffen werden, eventuell auch die kostenpflichtige Pro-Version in Erwägung zu ziehen.

Nur für einen begrenzten Zeitraum kostenlos nutzbar sind schließlich die TuneUp Utilities. Ihr Funktionsumfang ist immens hoch und erstreckt sich auf viele weitere Bereiche – Aufschlüsselung der reinen Hardwareleistung, Auskunft über Hintergrundprozesse etc. Werbedreingaben gibt es nicht, dafür ist der Preis mit 40 Euro aber auch kein Pappenstiel.

Unterm Strich kann jedoch festgestellt werden, dass der gratis CCleaner in Sachen Systembereinigung beste Arbeit leistet und das mit Abstand am längsten etablierte Tool dafür ist. An dieser Stelle darf ruhig noch einmal auf die mehr als eine Milliarde gratis Downloads erinnert werden – das spricht für eine ausgezeichnete Reputation!

 

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sisoft-sandra-lite-logo
glary-utilitys-logo
ccenhancer-logo
ashampoo-winoptimizer-logo
advanced-systemcare-logo

 

weitere Alternativen

Den CCleaner kostenlos downloaden und dem eigenen PC neuen Schwung verschaffen

Trotz aller professionellen Features handelt es sich beim CCleaner um eine kostenlose Software. Für Businessanwender gibt es zwar eine kostenpflichtige Version, die Privatnutzern allerdings kaum Vorteile bringt.
CCleaner ist verfügbar für viele gängigen Betriebssysteme – sämtliche Versionen von Microsoft Windows ebenso wie Mac OS X von Apple oder das weit verbreitete Mobile-Betriebssystem Google Android.

Über den gratis CCleaner Download auf dieser Seite landet das nützliche Tool ohne Umwege auf der eigenen Festplatte. Anschließend sind es nur noch wenige Klicks bis zum beschleunigten System- und Programmstart sowie einer merklich leereren Festplatte. Im Grunde wie nach einer kompletten Neuinstallation bzw. einem Reset auf den Werkszustand – nur viel schneller und ohne danach alle Programme neu installieren zu müssen!

CCleaner Download v.4.18

Erste Schritte: Das Cleaner-Menü und der Windows-Reiter

ccleaner-cleaner-windowsNachdem der CCleaner als kostenloser Download auf die Festplatte geladen und mit nur wenigen Mausklicks unkompliziert installiert wurde, erscheint die Benutzeroberfläche auf dem Bildschirm.
Die zahlreichen gesetzten Häkchen mögen zunächst ein wenig irritierend erscheinen – sie sind allerdings der Schlüssel zur effektiven Systembereinigung. Zudem sind bereits vom Start weg die Optionen aktiviert, welche beim ersten Suchlauf die meisten Probleme aufdecken.Im Folgenden wird auf die einzelnen Programmbereiche der am weitesten verbreiteten CCleaner-Version – der für Windows – näher eingegangen. Der Aufbau des Programms bzw. der Ablauf der Systembereinigung ist aber auch bei den Versionen für OS X und Android weitgehend identisch. Lediglich die Benennung einzelner Menüpunkte oder die Optionen zur Auswahl einzelner Bereiche des Betriebssystems für die Säuberung sind unterschiedlich.
An der linken Bildschirmseite ist zu erkennen, welches der vier Hauptmenüs gerade aktiv ist. Nach dem Programmstart ist dies stets das Cleaner-Menü, über welches auch die Hauptaufgabe des CCleaners – die Systementrümpelung – gesteuert wird. Das Cleaner-Menü selbst besitzt zwei Reiter, die sich oben links befinden und mit „Windows“ sowie mit „Anwendungen“ beschriftet sind.Im Windows-Reiter kann per Häkchen ausgewählt werden, welche Bereiche des Windows-Betriebssystems unter die Lupe genommen werden sollen. Sie sind sortiert nach Bereichen, etwa „Internet Explorer“, „Windows Explorer“, „System“ sowie „Erweitert“.
Das Menüsegment „Internet Explorer“ umfasst praktisch alle Bereiche, in denen Datenmüll anfallen kann und/oder sich Sicherheitslücken ergeben könnten. Temporäre Internetdateien beispielsweise können nach einigen Monaten des Surfens ohne zwischenzeitliche Entrümpelung schnell mehrere Gigabyte auf der Festplatte belegen – gleiches gilt für die heruntergeladenen Dateien im Downloadordner.
Sie sind daher ebenso per Standard als „Suchziel“ aktiviert wie Cookies – kleine Dateien, welche das eigene Surfverhalten protokollieren, an werbetreibende Unternehmen übertragen und somit die Privatsphäre einschränken. Nicht aktiviert sind dagegen die Kennwörter, die sich im Internet Explorer der Einfachheit halber für bestimmte Logins (z. B. den Mailaccount) hinterlegen lassen. Wer aber beispielsweise seinen Rechner jemand anderem zur Verfügung stellen möchte, kann über das entsprechende Häkchen alle gespeicherten Passwörter zusammen zum Löschen vorwählen, um unberechtigte Zugriffe zu verhindern.Ein Bereich, in dem erfahrungsgemäß besonders viel Müll anfällt, ist unter „System“ zusammengefasst. Hierüber können schnell und einfach der Papierkorb geleert und temporäre Dateien gelöscht werden – das gibt schnell mal einige Gigabyte auf der Festplatte frei. Ebenso können Dateireste gelöscht werden, die vom windows-eigenen Festplattentool Checkdisk automatisch wiederhergestellt wurden, die aber nicht mehr brauchbar sind.Unter „Erweitert“ schließlich sind per Standard alle Optionen deaktiviert. Wer sich aber gut auskennt und weiß, wo aufgrund seiner PC-Nutzung besonders viel Datenmüll entsteht, der kann hier sehr detailliert weitere Bereiche in den Scan einschließen.

Der Reiter „Anwendungen“ im Cleaner-Menü und der Start des Aufräumprozesses

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Unter dem Anwendungs-Reiter sind sämtliche installierten Programme aufgeführt, die dem CCleaner bekannt sind bzw. bei denen er weiß, an welcher Stelle sie gerne Datenmüll anhäufen. Die wichtigste Gruppe hierbei sind die Browser. CCleaner „kennt“ so ziemlich alle verbreiteten Browser in- und auswendig, von Google Chrome über Firefox bis hin zu Opera und Safari. Der Internet Explorer als fester Bestandteil von Windows wird sinnigerweise über den Reiter „Windows“ betreut – allerdings sind die Auswahlmöglichkeiten bei allen anderen Browsern ähnlich. In jedem Fall findet CCleaner die temporären Dateien, den Verlauf sowie Cookies und führt diese Optionen für jeden Browser gesondert (z. B. unter der Gruppe „Firefox“) auf.

Unter der Sammelrubrik „Anwendungen“ findet sich zusammengefasst weitere Software, die vom CCleaner erkannt wird. Ohne auf weitere Details einzugehen, bietet er die Programme zur Auswahl an, um sie bei der Reinigung zu berücksichtigen. Professionelle Software wie Adobe Photoshop wird hier ebenso aufgeführt wie Microsoft Office oder der beliebte PDF Creator.
Weitere Rubriken umfassen Kommunikations- bzw. Internetapplikationen wie Skype oder Java, Multimediaprogramme wie verschiedene Mediaplayer oder Programme, die mit Windows mitgeliefert werden (etwa Paint oder WordPad).

Nachdem sich der Benutzer durch die verschiedenen Auswahloptionen gearbeitet hat – oder sich mit der sinnvollen Vorauswahl zufrieden gibt – kann die Bereinigung beginnen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder kann erst eine Analyse erfolgen, nach der sämtliche Probleme nach der Erkennung zunächst aufgeschlüsselt dargestellt werden. Dies geschieht über einen Klick auf die Schaltfläche „Analysieren“ – hierbei wird noch nichts gelöscht! Je nach „Verunreinigungsgrad“ des Systems und seiner Rechenleistung dauert es ein paar Sekunden oder auch Minuten, bis der CCleaner eine Liste mit den als problematisch erkannten Dateien und ihrer Größe anzeigt. Durch Anklicken der einzelnen Rubriken kann eine Aufstellung aller betroffenen Dateien im Einzelnen angezeigt werden.

Erst beim Anklicken der Schaltfläche „CCleaner starten“ beginnt der eigentliche Bereinigungsprozess – allerdings nicht ohne den vorherigen Hinweis, dass nun alle ausgewählten Dateien permanent gelöscht werden. Nach Bestätigung mit OK dauert es nur noch eine kurze Weile, bis der CCleaner seine Arbeit verrichtet hat und zum Abschluss nochmals eine Übersicht darüber präsentiert.
Wer dem CCleaner ohnehin aus Erfahrung blind vertraut, der kann auch ohne vorherige Analyse sofort den CCleaner starten und ohne vorherige Übersicht den Rechner bereinigen lassen.

Das Registry-Menü

ccleaner-registry-cleaner-ergebnisseEin zweiter wichtiger Bereich der Systembereinigung ist das Aufräumen der Registrierungsdatei. Hier lässt sich zwar nicht sehr viel Speicher herausholen, denn die Datei ist selbst eher klein. Allerdings führt sie genaue Informationen über den Ablauf von Programmstarts oder Funktionen des Betriebssystems auf und ist damit für die Gesamtgeschwindigkeit des PCs ausschlaggebend. Beim Systemstart wird sie ebenso „zurate gezogen“ wie beim Starten einzelner Programme – wenn die Registry von Einträgen längst deinstallierter Programme oder ähnlichem zugemüllt ist, reagiert der Computer spürbar träge.Es lassen sich einzelne Bereiche der Registry gezielt auswählen; per Standard wird sie komplett gescannt. Wie bei der Datenbereinigung gibt es wiederum die Möglichkeit, zunächst eine „unverbindliche“ Suche durchführen zu lassen, nach der alle Probleme aufgelistet werden (über die Schaltfläche „nach Fehlern suchen“).
Die Fehlerbehebung (die auch ohne separate Suche sofort geschehen kann) wird über die entsprechend benannte Schaltfläche gestartet. CCleaner bietet die Option an, die Registry-Datei vorher zu speichern – dies sollte IN JEDEM FALL geschehen. Denn obwohl es sehr unwahrscheinlich ist: Fehlerhafte Eingriffe in die Registrierung können gravierende Probleme nach sich ziehen. Im schlimmsten Falle verweigert der PC sogar das Hochfahren!
Wohl dem, der in solchen Fällen eine Sicherungskopie besitzt.Allerdings soll hier auch keine Panik geschürt werden: Solche Fälle sind extrem selten, und die Geschwindigkeitsvorteile einer aufgeräumten (und zuvor gesicherten) Registrydatei liegen auf der Hand.

Weitere Auswahloptionen: Die Menüs „Extras“ und „Einstellungen“

ccleaner-extras-dateisucheÜber das „Extras“-Menü lassen sich noch einige zusätzliche Bereinigungsschritte ausführen, die sich auch mittels Windows-Funktionen erledigen ließen – allerdings nicht komfortabel von einem Ort aus. Dies umfasst das Deinstallieren von Software, die Auswahl von Programmen für die automatische Ausführung beim Systemstart oder das rückstandslose und sichere Löschen von Datenträgern (mittels „Festplatten-Wiper“).
Über das „Einstellungs“-Menü schließlich lässt sich der CCleaner gezielt an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Neben Basiseinstellungen wie der Sprachwahl oder der Möglichkeit, die Voreinstellungen des Programms wieder herzustellen, finden sich hier auch Komfortfunktionen wie das automatische Starten des CCleaners beim Hochfahren. So lässt sich dafür sorgen, dass der eigene PC stets bestens aufgeräumt ist und alle Aufgaben ohne unnötige Verzögerung bewältigt.